Der Fels im Meer
Der Felsen von Gibraltar besteht zum großen Teil aus Kalkstein, das als Upper Rock in der Bucht von Algier weithin sichtbar ist. Dieses Felsmassiv hat eine Höhe von etwa 426 Metern und ist älter als die nahe gelegenen Gebirgsausläufer Spaniens. Trotz der geografischen Zugehörigkeit zur iberischen Halbinsel, steht Gibraltar heute noch unter der Souveränität der Briten und Iren. Die flachen westlichen Ausläufer Gibraltars sind Standort der Stadt. Obwohl die natürlichen Gegebenheiten für die Besiedelung eher schwierig sind, zählt Gibraltar mit knapp 4.500 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den dichtest besiedelten Gebieten der Welt. Durch spezielle Maßnahmen wurden die flachen westlichen Gebiete vergrößert und bieten heute dem Großteil der Einwohner Lebensraum.
Naturschutzgebiet und militärischer Stützpunkt
Der weithin sichtbare Upper Rock ist zum großen Teil seit 1993 ein Naturschutzgebiet. Die gesamte Ausdehnung des Meeres vor Gibraltar kam 1996 dazu. Besucher haben die Möglichkeit, die außergewöhnlichen Schönheiten dieser Landschaft zu besichtigen. Auch die im zweiten Weltkrieg gebauten Tunnel im Felsen sind ein Anziehungspunkt für Besucher. Mit dem gewonnenen Material konnte die Fläche Gibraltars vergrößert werden. Die Beschaffenheit und die Lage Gibraltars im Mittelmeerraum waren nicht nur im zweiten Weltkrieg von strategischer Bedeutung. Laut Mythologie war Gibraltar sogar eine der Säulen des Herakles. Aber auch die Mauren und Karl V. hinterließen mit der maurischen Festung und der Mauer Karls eindrucksvolle Relikte ihrer jeweiligen Vorherrschaft.
Die kleinen Einwohner
Zu den ganz besonders schönen Attraktionen Gibraltars zählen ohne Zweifel die Affen. Kaum ein Besucher kann sich dem unvergleichlichen Zauber dieser kleinen Gesellen entziehen. Die Berberaffen zählen zum Stadtbild und haben sich ihren Platz auch bei der heimischen Bevölkerung erobert. Obwohl sie zu den Wildtieren der Insel gehören, ernähren sie sich vornehmlich von dem was Einwohner und Touristen so hergeben. Ursprünglich stammen die Berberaffen aus dem nahen Marokko, von wo sie im 18. Jahrhundert mitgebracht wurden. Die Berberaffen sind aus Gibraltar nicht mehr wegzudenken. Winston Churchill selbst lies weitere Exemplare aus Marokko holen um die kleiner gewordene Population wieder aufzustocken.
Die Main Street
Viele Besucher nutzen eine ausgiebige Reise in das wunderschöne Gibraltar für Einkäufe. Für deutsche Staatsangehörige besteht grundsätzlich keine Visumpflicht, weshalb das Reisen nach Gibraltar relativ unproblematisch ist. Auf der Main Street, der zentralen Einkaufsstraße der Stadt, kann man sehr günstig Tabakwaren und weitgehend steuerfrei alkoholische Getränke einkaufen. Die zahlreichen Auslagen von verschiedenen Anbietern locken zu ausgiebigen Shoppingtouren, die immer wieder durch den Besuch interessanter historischer Gebäude, wie Kirchen oder interessanter Museen unterbrochen werden können. Schließlich sollte auch ein Besuch, der erst in den 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts erbauten Ibrahim-al-Ibrahim Moschee am südlichsten Zipfel der Insel, auf keinen Fall versäumt werden.