Der Iran und seine Hauptstadt
Der Iran ist ein Staat in Vorderasien und zählt mit seinen zirka 74 Millionen Einwohnern und einer Gesamtfläche von knapp 1,5 Millionen Quadratkilometern zu den 20 bevölkerungsreichsten Staaten dieser Welt. Über 50 Prozent des Landes besteht aus Wüste. Die Hauptstadt ist Teheran, von der auch alle Geschicke dieses islamisch geprägten Landes ausgehen. Urlauber, die dieses schöne kulturreiche Land entdecken möchten, benötigen für die Einreise ein Visum. Dieses kann direkt im Reisebüro beantragt werden. Hierzu sind ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass und zwei Passfotos erforderlich. Die Einreise erfolgt meist mit dem Flugzeug. Über ein ausgedehntes Linienflugnetz sind alle größeren Städte Irans bequem zu erreichen. Reisende sollten sich mit ausreichend Devisen versehen, da Kreditkarten und Travellerschecks nur in den großen Hotels akzeptiert werden. Um vor Ort einzukaufen, wird Bargeld benötigt, welches über ein weitverstreutes Bankennetz eingetauscht werden kann. Die Währung ist der iranische Rial.
Land und Leute
Der Iran ist ein abwechslungsreiches Hochland mit unterschiedlichen Klimazonen. Neben fruchtbaren Tälern gibt es hier große Wüstenregionen, wie beispielsweise die Wüsten Dasht-e Kavir und Dasht-e Lut, sowie ausgedehnte Salzpfannen. Teheran, die Landeshauptstadt und der Regierungssitz des Landes, liegt an den Hängen des Elburz-Gebirges. In dieser Metropole leben mittlerweile knapp 10 Millionen Menschen. Die Bevölkerung setzt sich größtenteils aus Persern, Aserbaidschanern, Kurden, Masandaranern und Arabern zusammen. Die Staatsreligion ist der Islam, obgleich auch alte persische Glaubensrichtungen ihren Platz finden. Obwohl der Iran für seine strengen und religiösen Ansichten bekannt ist, wird dies von westlichen Touristen nicht immer verlangt. Islamischen Bekleidungsvorschriften wie etwa das Tragen eines Kopftuches bei Frauen wird vorwiegen nur von Einheimischen praktiziert. An religiösen Orten sollte dies aber wenn möglich auch von Touristen eingehalten werden.
Kulinarik und Sehenswürdigkeiten
Die persische Küche ist sehr abwechslungsreich. Religiöse und kulturelle Einflüsse haben im Laufe der Geschichte eine einzigartige kulinarische Vielfalt entwickeln können. Viele Zutaten stammen aus eigenem Anbau. So zum Beispiel Reis, Tee, Gerste und Weizen. Den Speisen wird eine ganz besondere Philosophie zugesprochen. Kalten Zutaten wie Zitrusfrüchten, Milch, Tee oder Reis wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Fleisch, Zucker, Nüsse und Gewürze sind heiße Zutaten, die anregend wirken sollen. Neben dem Tee als Nationalgetränk, erfreut sich auch Dugh, ein mit Eiswasser versehener Joghurt, großer Beliebtheit. Die Provinz Isfahan ist ein bedeutender kultureller Ort. In der gleichnamigen Stadt befindet sich der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Schahplatz, der von der Königsmoschee umrahmt wird. Der Palast der vierzig Säulen und die Derwischschule Medrese Madar e Schah befinden sich ebenfalls in Isfahan. Die persische Hauptstadt Persepolis ist als antike Residenz der Achaimeniden berühmt und sollte bei einem Iran Aufenthalt unbedingt besucht werden!