Mauritius – Geschichte einer Insel
Die Geschichte des Inselstaats wird in vier Kategorien eingeteilt. Die portugiesische Zeit, niederländische Zeit, französische Zeit, britische Zeit und schließlich die Unabhängigkeit. In den Jahren 1505 – 1598 wurde die Insel nicht als Kolonie genutzt, sondern diente lediglich als Stützpunkt der Portugiesen. Danach ging die Insel in holländischen Besitz über und wurde erst 1710 wieder übergeben, da sich die Besatzer kaum gegen Naturkatastrophen und Krankheiten behaupten konnte. Fort an war Mauritius unbesiedelt und viele Seeräuber setzten sich auf der Insel ab. Von dort aus wurden regelmäßig Frachtschiffe attackiert. 1715 wurde die Insel schließlich durch französische Truppen befreit. Doch die Piraten hatten ihre Spuren hinterlassen. Die Insel war nahezu vollständig abgeholzt und viele Tierarten waren ausgerottet. 1810 wechselte wieder einmal die Herrschaft, als die Briten die Insel übernahmen. Im Jahre 1992 konnte Mauritius nun endlich die Unabhängigkeit erreichen und der Unterdrückung entkommen.
Land und Leute auf Mauritius
Die ständig wechselnden Besatzungsmächte haben natürlich ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur am Land selbst, sondern auch an den Bewohnern. Die meisten dieser Einwohner stammen aus dem indischen Subkontinent. Auch viele Kreolen (ehemalige Sklaven) sind hier zu Hause, so wie einige Bewohner chinesischer Abstammung. Da die Insel vor der Kolonialisierung der verschiedenen Eroberer unbewohnt war, gibt es keine Ureinwohner. Dieser Mix spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Die Muttersprache Mauritius ist Morisyen. Es handelt sich dabei um eine Kreolsprache und basiert auf dem Französischen. Neben dieser Sprache, werden auch viele nordindische Sprachen gesprochen. Obwohl nahezu überall auf der Insel Morisyen gesprochen wird, ist Englisch die offizielle Amtssprache. In der Oberschicht in Französisch sehr weit verbreitet. Urlauber sollten sich dadurch allerdings nicht abschrecken lassen. Wer Englisch einigermaßen beherrscht, wird hier wunderbar zurechtkommen.
Nachtleben und Gastronomie
Wer auf Mauritius Urlaub macht, der kann sich vor allem auf kulinarische Spezialitäten und ein atemberaubendes Nachtleben freuen. Die Landesküche der Insel ist so vielfältig wie die Bewohner selbst. Auf der Insel wird in vier Hauptkategorien der Küche unterschieden. Europäisch, kreolisch, indonesisch und chinesisch. Nicht nur Engländer und Franzosen haben hier ihre Spuren hinterlassen, sondern auch viele Nachbarländer hatten hier Einflüsse. Natürlich gibt es sehr viele Fischgerichte, aber in der Jagdsaison finden sich auch hervorragende Wildgerichte. Curry spielt auf Mauritius eine große Rolle. Es gibt unzählige Varianten davon und fast jedes Gericht wird damit verfeinert. Wer sich auf diese kunterbunte und exotische Küche einlässt, wird definitiv nicht enttäuscht. Selten ist es möglich auf eine so umfangreiche Küche zurückgreifen. Auch das Nachtleben spiegelt die Lebensfreude der unterschiedlichen Kulturen wieder. Es gibt viele verschiedene Clubs und Bars, in denen das musikalische Angebot so unterschiedlich ist wie das Land selbst.