Schätze der Natur
Der größte Reichtum des Landes liegt zweifellos in der Natur. Zum einen sind es die Bodenschätze, die für buchstäblichen Reichtum sorgen. Hierzu gehören die Diamanten, die einst vom Oranjefluss ins Meer und dann durch Strömungen und Wellen wieder an Land gespült wurden. Aber auch Uran, Kupfer, Blei, Silber und Wolfram werden gefördert. Das andere große Kapital, das viele Reisende ins Land holt, liegt in den großartigen Landschaften und der vielseitigen Flora und Fauna. Mehr als 120.000 Quadratkilometer Naturschutzgebiete sorgen dafür, dass die verschiedenen Ökosysteme erhalten bleiben. Ein Muss für Naturfreunde ist der Etosha Nationalpark, der im Norden Namibias liegt. Typische Bewohner der Savanne wie Gnus, Zebras, Elefanten und Antilopen können hier genauso beobachtet werden wie die großen Jäger: Leoparden, Löwen und Geparden. Dazu kommen etwa 300 Vogelarten, die sich im Buschwerk, in Akazien und wilden Feigenbäumen tummeln.
Faszination Wüste
Entlang der Küste zieht sich die Namib, die bis 160 Kilometer weit ins Hinterland reicht. Über 300 Meter hoch werden die Dünen und sind damit die höchsten weltweit. Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen ist hier eine erstaunliche Anzahl an Tieren und Pflanzen anzutreffen. Von der Unwirtlichkeit dieser Gegend zeugen die vielen Schiffswracks, die im Laufe der Zeit hier gestrandet sind und den weltweit größten Schiffsfriedhof bilden. Nicht umsonst wird dieser Küstenabschnitt "Skelettküste" genannt. Inzwischen gibt es hier zwei der bedeutendsten Städte Namibias: Walvis Bay und Swakopmund. Kolonialbauten säumen die Straßen, Restaurants, Cafés und Hotels machen diese Orte für Touristen attraktiv. Verschiedene Küstenabschnitte bieten sich zum Schwimmen, Surfen oder Segeln an und bei einem Ausflug nach Sandwich Harbour ergibt sich die Gelegenheit, die Wüste hautnah zu erleben. Die Lagune an sich ist ein Paradies für Vögel aller Art, aber auch Angler fühlen sich hier wohl.
Reiseinformationen
Namibia bietet durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr, daher ist die Reise auch ganzjährig möglich. Trotzdem sind die Monate April bis Juni die günstigsten, denn dann sind die Temperaturen mit etwa 25 Grad Celsius sehr angenehm. Die meisten Reisenden kommen auf dem internationalen Flughafen Hosea Kutako, 40 Kilometer von Windhoek entfernt, an. Hier gibt es direkte Flugverbindungen von Frankfurt, Düsseldorf oder München mehrmals wöchentlich. Die andere Alternative ist der Flug über Johannesburg, Südafrika. Das benötigte Visum – ein Touristenvisum ist drei Monate lang gültig – wird direkt bei der Einreise ausgestellt und erfordert nur einen, dann noch sechs Monate gültigen, Reisepass. Aufgrund seiner Vergangenheit als deutsche Kolonie ist Namibia besonders bei deutschsprachigen Touristen beliebt. Auch in Windhoek hat die Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen. Sehenswert sind historische Bauten wie der „Tintenpalast“ oder die Christuskirche. Angenehm ist, dass es viele Namibier gibt, mit denen eine Verständigung auf Deutsch möglich ist.