Kulturelles
Wer auf dem einzigen internationalen Flughafen Nepals in Kathmandu landet und in die Stadt hineinkommt, wird schnell überwältigt von einer völlig anderen Welt. Fremde Gerüche, unvorstellbares Gedränge in den Gassen, kleine Läden, bunte Basare. Fahrradrikschas, Taxis und Busse verstopfen die engen Straßen, dazwischen heilige Kühe und buddhistische Mönche in ihren typisch safrangelben Gewändern. Nepal ist die einzige hinduistische Monarchie und der Hinduismus ist als Staatsreligion allgegenwärtig. Die Tempel und Stupas tragen zum ganz besonderen Flair dieser Stadt bei und gehören zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Am Durbar Square kann beispielsweise der alte Königspalast, der Taleju Tempel oder der Ganesh Tempel bestaunt werden. Wilde Fratzen, Skulpturen, kunstvolle Verzierungen und überall Tausende von bunten Gebetswimpeln, die von den Dächern herabwehen, verwandeln den Platz in ein riesiges Museum. Die alte Königsstadt Bakhtapur, die ihren Höhepunkt im 14. bis 16. Jahrhundert erlebte, sowie Patan sind ebenfalls lohnende Ziele und vermitteln einen Eindruck der einstigen Pracht.
Abenteuerliches
Natürlich wollen Nepalreisende einen Blick darauf erhaschen: die höchsten Berge der Welt. Und so gehören die Trekkingrouten im Annapurna-Gebiet auch zu den meistbesuchten. Von Pokhara aus starten Trails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. So mancher möchte sich auch einen Besuch im Everest Nationalpark nicht entgehen lassen und plant womöglich den Aufstieg ins Everest Base Camp. In jedem Fall müssen Wanderer darauf achten, sich ausreichend an die Höhe zu akklimatisieren. Wer genug von Eis und Schnee hat, kann einen der Nationalparks im Süden besuchen. Der Royal Chitwan Nationalpark gehört seit 1979 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Auf etwa 900 Quadratkilometer leben hier Tiger, Nashörner, Krokodile, Damwild und weit über 400 Vogelarten. Bei Touren zu Fuß, mit dem Jeep, per Kanu oder auch auf dem Rücken eines Elefanten werden unvergessliche Erinnerungen gesammelt. Abenteuer der besonderen Art bieten sich auch für Freunde von Wildwassertouren. Für atemberaubende Fahrten eignen sich der Karnali oder der Trisuli.
Wissenswertes
Wer Lust auf faszinierende Kulturgüter, einen Hauch von Exotik und ganz viel Natur hat, ist in Nepal genau richtig. Die beste Reisezeit ist von September bis November. Die Sommermonate davor sind vom Monsun geprägt, das heißt, es regnet viel und ist sehr schwül, ab Ende November wird es deutlich kühler. Gerade für Wanderer und Bergfreunde sind Oktober und November besonders günstig, dann gibt es auch die beste Fernsicht. Auch wenn Trekking zu den Hauptaktivitäten von Nepalreisenden gehört, sind doch auch andere Sportarten wie Mountainbiken, Drachenfliegen oder Kajak fahren interessant. Für das Einreisen nach Nepal sind ein Visum, sowie ein noch sechs Monate gültiger Reisepass erforderlich. Das Visum kann vorab bei der nepalesischen Botschaft oder einem der Honorarkonsulate, oder auch bei der Einreise beantragt werden. Die Kosten betragen etwa 40,00 Euro.