Land und Leute – so ist Nigeria
Bei Nigeria handelt es sich um eine Bundesrepublik. Seit dem Jahr 1991 ist Abuja die Hauptstadt Nigerias. Zentral im Inland gelegen, bildet Abuja die Grenze zwischen Norden und Süden sowie zwischen Islam und Christentum. Neben der offiziellen Landessprache Englisch werden auch mehrere einheimische Sprachen wie Hausa und Igbo benutzt. Etwa 95 Prozent der Exportprodukte fallen auf Öl und Ölerzeugnisse. Die wichtigsten Handelspartner sind für den Export die USA und für den Import Länder der EG. Gesellschaftliche Umgangsformen haben vieles mit britischen Sitten gemeinsam. Legere Kleidung wird üblicherweise akzeptiert, lediglich Geschäftsleute unter sich tragen Anzug und Krawatte. Frauen sollten darauf achten, sich insbesondere im islamischen Norden nicht zu freizügig zu kleiden. Allgemein ist es ratsam, örtliche Bräuche zu beachten beziehungsweise zu befolgen.
Einreise nach Nigeria
Um nach Nigeria reisen zu können, ist natürlich ein gültiges Touristenvisum notwendig. Zuständig für die Vergabe von Visa für deutsche Staatsbürger ist die Nigerianische Botschaft. Wer das erste Mal nach Nigeria reist, kann keinen Visumdienst beauftragen, sondern muss den Antrag persönlich bei der Botschaft stellen. Für den Visumantrag muss ein noch wenigstens sechs Monate gültiger Reisepass mit einer freien Seite vorhanden sein. Zudem sind aktuelle Passfotos des Antragstellers und das ausgefüllte Visumantragsformular vorzulegen. Die Bestätigung des Antrageingangs und der Gebührenzahlung sind ausgedruckt beizufügen. Zudem werden noch eine Kopie der Bestätigung vom Reisebüro über die geplante Hin- und Rückreise und der Nachweis über ausreichende Geldmittel (beispielsweise Kontoauszüge) verlangt. Schließlich muss man sich noch gegen Gelbfieber impfen lassen und eine Kopie des Impfasses vorlegen. Das Visum und sämtliche Unterlagen sollten am besten schon ein paar Monate vor Reiseantritt beantragt werden, damit dem Nigeria Urlaub nichts mehr im Wege steht.
Der wunderschöne Yankari-Nationalpark
Der Yankari-Nationalpark hat eine Fläche von etwa 2.200 Quadratkilometern und befindet sich im nordöstlichen Teil des Landes. Erstmals als Schutzzone im Jahre 1934 ausgewiesen, wurde er 1991 als größter Nationalpark in Nigeria eröffnet. Hier wird Ökotourismus in die Tat umgesetzt: Zu sehen gibt es mehr als 50 verschiedene Säugetierarten und etwa 350 faszinierende Vogelarten. Abgesehen von der reichhaltigen Flora und Fauna finden sich zudem mehrere Thermalquellen. Es wurde ein Camp speziell für Touristen errichtet, in dem Chalets und Lokalitäten zur Verfügung stehen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit Safaris zu buchen. Aktuell ist der Yankari-Nationalpark wohl der Nationalpark Afrikas, der am besten auf Touristen vorbereitet ist. Der Park liegt auf einer Höhe von 200 bis 400 Metern über dem Meeresspiegel. In dem hügeligen Gebiet können die Temperaturen nachts auf etwa 12 Grad Celsius sinken. In der Zeit von März bis April werden indes Tagestemperaturen um die 40 Grad Celsius erreicht.