Land und Leute – so ist Uruguay
Das Land Uruguay, der kleinste spanischsprachige Staat Südamerikas grenzt an Brasilien und Argentinien. Die Wirtschaft des Landes wird von Landwirtschaft, Viehzucht und Leichtindustrie bestimmt. Die Landschaft ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit für Touristen absolut sehens- und erlebenswert. So finden sich Marschland, Grasebenen und Hügelketten. Besiedelt wurde Uruguay im 17. Jahrhundert durch Spanier und Portugiesen. In der Folgezeit erlebte das Land mehrere Bürgerkriege. Seit dem Jahr 1986 ist die Regierung keine militärische mehr, sondern eine Zivilregierung. Die Vorfahren der meisten Bewohner Uruguays stammten aus Spanien oder Italien. Sämtliche Indiogruppen gingen bereits im 19. Jahrhundert in Bevölkerungsteile der Mestizen über. Zu einem geringen Prozentteil findet man zudem Nachkommen afrikanischer Sklaven. Trotz der zahlreichen unterschiedlichen ethnischen Wurzeln treten Spannungen zwischen den diversen Gruppierungen sehr selten auf. Gegenüber der Religion sind die Einwohner Uruguays tolerant eingestellt, obgleich der katholische Glaube schon vorherrscht. Wer als Urlauber nach Uruguay kommt, kann damit rechnen sehr freundlich aufgenommen zu werden.
Essen und Trinken in Uruguay
Ein Paradies für jeden Fleischfan ist Uruguay: Rindfleisch wird in zahlreichen Variationen angeboten – ebenso Schweine- oder Hammelfleisch. Beilagen zu dem Fleisch sind üblicherweise Pommes Frites, Reis und diverse Marinaden. Gern gegessen werden auch chorizo (Paprikawurst) oder mocilla (Blutwurst). Wer sich in Küstengegenden aufhält, sollte unbedingt einheimische Fischgerichte probieren. Auch der uruguayische Käse ist sehr empfehlenswert. Dieser wird übrigens größtenteils nach Schweizer Rezept hergestellt. Für das schnelle Essen zwischendurch gibt es beispielsweise "empanadas", "sandvich" oder Hamburger. Der Mate ist so etwas wie das Nationalgetränk Uruguays. Dieser Kräutertee wird zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass getrunken. Selbstverständlich muss auch noch das Bier genannt werden, das nach deutscher Art gebraut wird. Von Touristen bevorzugt getrunken wird übrigens der Roséwein.
Die Sehenswürdigkeit Colonia del Sacramento
Die Kleinstadt Colonia del Sacramento mit gut 20.000 Einwohnern befindet sich am Ufer des Río de la Plata. Diese älteste Stadt Uruguays wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Gegründet wurde sie im Jahre 1680 vom Portugiesen Don Manuel Lobo, der mit dieser Stadt eine Art Festung errichten wollte. Nach dem Konflikt mit Spanien, das seinerzeit als Sieger hervorging, wurde Uruguay 1825 unabhängig. Demgemäß finden sich in der Stadt sowohl portugiesische als auch spanische Relikte. Der Stadtplan von Colonia del Sacramento weist einerseits das für Spanien und Lateinamerika typische Schachbrettmuster auf. Andererseits gibt es aber auch zahlreiche Straßen, die – gleich dem portugiesischen Stadtmodell – nach den geografischen Gegebenheiten verlaufen. Da sich Colonia del Sacramento auf einer Halbinsel befindet, gibt es hier auch einen Leuchtturm. Dieser älteste Leuchtturm Südamerikas ist sogar heutzutage noch in Betrieb. Zudem befindet sich in der Stadt ein der wichtigste Fährterminal nach Buenos Aires.